Ernährung

Die richtigen Bausteine für Heilung und Leistung – und was dich bremst.

Einer der wichtigsten Faktoren, der unser Leben und den Therapieerfolg beeinflusst, ist die Ernährung.

Während Training und Therapie arbeiten wir daran, die körperliche und mentale Belastbarkeit aufzubauen. Dafür benötigt der Körper die richtigen Bausteine und Nährstoffe.

Ernährung ist jedoch weit mehr als reine Versorgung: Eine ausgewogene Ernährung kann Heilungsprozesse unterstützen, Entzündungsprozesse positiv beeinflussen und die allgemeine Gesundheit fördern.

Hier erfährst du, welche Nährstoffe dabei eine wichtige Rolle spielen und wie du deine Ernährung gezielt einsetzen kannst, um deinen Körper bestmöglich zu unterstützen.

Eiweissreiche Lebensmittel für Regeneration und Muskelaufbau

Eiweiss

Eiweiss ist wichtig für die Erholung und unterstützt die Funktion des Immunsystems. Gleichzeitig ist es ein zentraler Baustein für nahezu alle Gewebearten unseres Körpers.

Wir empfehlen mindestens 1g Eiweiss pro kg Körpergewicht und Tag.

Gute Eiweissquellen sind Fisch und Meeresfrüchte, Fleisch, Geflügel und Eier sowie pflanzliche Quellen wie Quinoa, Haferflocken, Linsen, Kichererbsen, weisse und grüne Bohnen, Nüsse und Kerne.

Lebensmittel mit Omega-3-Fettsäuren für weniger Entzündungen

Omega-3-Fettsäuren

Das Interesse an Omega-3-Fettsäuren ist in den letzten Jahren stark gestiegen – insbesondere aufgrund ihrer möglichen entzündungshemmenden, blutfettsenkenden und nervenschützenden Eigenschaften.

Für unseren Körper ist ein ausgewogenes Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren wichtig. Während ein Verhältnis von etwa 2:1 bis 1:1 häufig als günstig angesehen wird, liegt es in unserer heutigen Ernährung oftmals deutlich höher.

Gute Omega-3-Quellen sind Fisch, Samen und Nüsse. Wer keinen Fisch isst oder essen kann, kann als Alternative auf Fischölkapseln zurückgreifen.

Vitamin D für Immunsystem, Knochen und Muskeln

Vitamin D

Vitamin D wird oft als „Sonnenvitamin“ bezeichnet, da unser Körper es mithilfe von Sonnenlicht selbst bilden kann. Es spielt eine wichtige Rolle für das Immunsystem und die Erhaltung gesunder Knochen und Muskeln.

Gerade in sonnenarmen Monaten oder bei geringer Sonnenexposition kann die körpereigene Bildung jedoch unzureichend sein. In diesen Fällen kann eine Vitamin-D-Supplementierung sinnvoll sein.

Bei einer Supplementierung ist insbesondere Vitamin D3 (Cholecalciferol) relevant, da es im Körper in der Regel wirksamer zur Anhebung des Vitamin-D-Spiegels beiträgt als Vitamin D2.

Vitamin C für Immunsystem und Wundheilung

Vitamin C

Vitamin C unterstützt das Immunsystem und ist an der Bildung von Kollagen beteiligt – wichtig für Haut, Sehnen, Bänder und Knochen. Zudem schützt es als Antioxidans unsere Zellen.

Unser Körper kann Vitamin C weder selbst bilden noch gut speichern. Deshalb ist eine regelmässige Zufuhr wichtig.

Gute Quellen sind Paprika, Zitrusfrüchte, Beeren, Kiwi, Brokkoli und Kohlgemüse.

Mit Vorsicht zu geniessen

Leider beeinflusst unsere Ernährung unseren Körper nicht nur positiv, wie es heutzutage oft dargestellt wird. Unser Ziel ist nicht, dass du deine Ernährung von heute auf morgen komplett veränderst.

Es gibt jedoch einige Lebensmittel und Inhaltsstoffe, von denen wir dir abraten, da sie – insbesondere in grösseren Mengen – dein Therapieergebnis und deine Regeneration negativ beeinflussen können.

Zucker und seine Wirkung auf Entzündungen und Regeneration

Zucker

Dass übermässiger Zuckerkonsum nicht gesund ist, ist dir wahrscheinlich nicht neu. Isolierter Zucker kommt in dieser Form in der Natur kaum vor und kann – insbesondere in grösseren Mengen – dein Therapieergebnis und deine Gesundheit negativ beeinflussen.

Ein hoher Konsum kann unter anderem Entzündungsprozesse begünstigen, die Regeneration beeinträchtigen und das Risiko für Übergewicht sowie verschiedene chronische Erkrankungen erhöhen.

Lebensmittel mit gesättigten Fettsäuren

Gesättigte Fettsäuren

Unser Körper benötigt ein ausgewogenes Verhältnis von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. In unserer heutigen Ernährung ist der Anteil gesättigter Fettsäuren jedoch häufig deutlich höher.

Ein ungünstiges Fettsäureprofil kann sich negativ auf verschiedene Stoffwechselprozesse auswirken und Entzündungsprozesse begünstigen sowie die Regeneration beeinträchtigen.

Gesättigte Fettsäuren finden sich vor allem in Butter, (Schweine-)Fleisch und Wurstwaren, Käse, Sahne, Gebäck und Backwaren sowie Schokolade und fettreichen Süssigkeiten.

Alkohol und seine Wirkung auf Regeneration und Therapie

Alkohol

Zunächst ist wichtig zu wissen: Es gibt keine gesundheitlich unbedenkliche Menge Alkohol. Auch ein Glas am Tag ist nicht automatisch harmlos.

Alkohol kann Entzündungsprozesse fördern, die Gefässneubildung beeinträchtigen und zahlreiche physiologische Prozesse im Körper negativ beeinflussen – und damit auch Regeneration und Therapieergebnisse.

Für Männer gilt zudem: Regelmässiger Alkoholkonsum kann die Testosteronproduktion beeinträchtigen und die Funktion der Hoden negativ beeinflussen. Bei langfristig hohem Konsum sind auch strukturelle Veränderungen der Hoden möglich.

Rauchen und seine Wirkung auf Durchblutung und Heilung

Rauchen

Rauchen hat weitreichende Auswirkungen auf die Gesundheit und Regeneration. Regelmässiges Rauchen beeinträchtigt das Immunsystem und zahlreiche physiologische Prozesse im Körper.

Darüber hinaus verengt Rauchen die Blutgefässe und reduziert die Durchblutung. Gerade für Heilungs- und Regenerationsprozesse ist eine gute Durchblutung jedoch entscheidend.

Auch bereits kurzfristig kann Nikotin die Durchblutung beeinflussen. Studien zeigen, dass Rauchen die Blutversorgung der Wirbelsäule deutlich reduzieren kann.

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